Prenzlauer Berg
Kaum ein Berliner Ortsteil hat sich seit 1990 so gründlich verwandelt wie der Prenzlauer Berg. Entstanden ist er im späten 19. Jahrhundert als dicht bebautes Mietskasernenviertel für Arbeiterfamilien, die in die wachsende Industriestadt strömten. Sein ältestes Wahrzeichen ist der Wasserturm an der Knaackstraße, 1877 fertiggestellt und bis 1952 in Betrieb; in seinen unteren Geschossen wird bis heute gewohnt. In der DDR verfiel der Bezirk, Kohleöfen und bröckelnder Putz prägten das Bild, zugleich wurde er zum Rückzugsort für Künstler und Oppositionelle, die sich rund um die Gethsemanekirche trafen. Nach der Sanierung der 1990er und 2000er Jahre gilt er heute als Inbegriff des bürgerlichen Berlins: Kollwitzplatz, Helmholtzplatz und die Kastanienallee sind Orte für Wochenmärkte, Cafés und Kinderwagen. Wer die alte Rauheit sucht, findet sie noch im Kulturbrauerei-Areal und am Mauerpark, wo die Grenze einst verlief.
- Wasserturm
- Kollwitzplatz
- Helmholtzplatz
- Mauerpark
- Kulturbrauerei
- Gethsemanekirche