Großer Tiergarten
Der Tiergarten war einmal genau das: ein kurfürstliches Jagdrevier vor den Toren der Stadt. Peter Joseph Lenné, 1818 mit der Umgestaltung beauftragt, verwandelte ihn zwischen 1833 und 1840 in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild, mit geschwungenen Wegen, Wasserläufen und weiten Wiesen. Nach 1945 war er fast verschwunden: Von rund 200.000 Bäumen standen noch etwa 700, der Rest war als Brennholz verheizt, die Flächen zu Kartoffeläckern umgegraben. Ab dem 17. März 1949 wurde neu gepflanzt, westdeutsche Städte spendeten rund 250.000 Jungbäume. Heute ist der Tiergarten mit 210 Hektar die grüne Mitte Berlins, durchschnitten von der Straße des 17. Juni, mit Siegessäule, Schloss Bellevue, Neuem See und dem Englischen Garten. Er ist Park, Verkehrsachse, Denkmallandschaft und Picknickwiese zugleich.